Mein Interview mit HaPe Kerkeling
5. Juli 2007
Hamoun Kamai
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Hamoun: Haben Sie sich am Anfang Ihrer Karriere mit den Medien schwer getan?
HaPe Kerkeling: Ich bin als 20jähriger mehr oder weniger in diesen Beruf hineingestolpert und ausgestattet mit einer gehörigen Portion Naivität und jugendlichem Leichtsinn gleich zu Beginn meiner Karriere mehrmals auf die „Schnauze“ gefallen. Ich habe mich immer mit der Medienbranche schwer getan und tue es immer noch.
Hamoun: Wen nehmen Sie lieber auf den Arm, private Leute auf der Straße oder Menschen die stärker in der Öffentlichkeit stehen?
HaPe Kerkeling: Mein Grundsatz lautet: „Tritt den Kleinen nicht in den Allerwertesten sondern kneif’ die Großen in den Hintern.
Hamoun: Wie viel Überwindung kostet es Sie, sich in so viele Rollen zu stecken und diese zu spielen?
HaPe Kerkeling: Es gehört sicher einiger Mut dazu, sich in die ein- oder andere waghalsige Aktion zu stürzen. Vor allem aber geht es bei meiner Arbeit um höchste Konzentration.
Hamoun: Hat ein Comedian das einfach im Blut, Menschen zum lachen zu bringen?
HaPe Kerkeling: Tatsache ist, dass mir dieses Talent geradezu in die Wiege „geworfen“ wurde. Ich bin aber der Überzeugung, dass in jedem Menschen ein mehr oder weniger komisches Talent schlummert, welches man in Seminaren durchaus herauskitzeln könnte.
Hamoun: Kam mit Ihrem Erfolg auch ein Stück private Isolierung?
HaPe Kerkeling: Am Samstagabend in ein proppevolles Kino zu gehen, ist für mich unmöglich geworden. Da ich aber schon als Kind immer die schlecht besuchte Nachmittagsvorstellung vorgezogen habe, musste ich nicht wirklich etwas aufgeben. Große Menschenansammlungen mochte ich im übrigen noch nie sonderlich.
Hamoun: Sind Sie ein ehrgeiziger Mensch?
HaPe Kerkeling: Unumwunden: Ja. Mir selber ist das erst bewusst, seit dem mich die Choreografin, welche Nazan Eckes und mich für die Sendung „Let’s dance“ trainiert hat, mir sagte „Du hast nicht wirklich Talent zum Tanzen, aber einen unbeugsamen Willen und deshalb wirst Du es lernen“.
Hamoun: Passiert es oft, dass sich Leute bei Ihnen anbiedern, weil Sie so bekannt sind?
HaPe Kerkeling: Natürlich. Da sind mir schon ein paar interessante Schoten begegnet.
Hamoun: Schauen Sie als Comedian am liebsten witzige Filme – oder brauchen Sie zwischendurch mal einen richtigen Rührschinken?
HaPe Kerkeling: Am besten entspanne ich bei einer schönen BBC-Dokumentation über die Wikinger oder Wildpferde in der Mongolei.
Hamoun: Sie haben mal einen iranischen Schachweltmeister gespielt und Ihre Mitstreiter zum Kochen gebracht. Woher nehmen sie sich solche Ideen?
HaPe Kerkeling: Die besten Ideen entstehen im Team. Meine Mitstreiter bei diesem Sketch waren die Autoren Max Witzigmann und Jens Teutsch-Majowski, mit denen ich im übrigen alle „Darüber lacht die Welt“-Folgen gemeinsam
entwickelt habe.
Das waren meine Fragen, vielen Dank für das tolle Interview HaPe.
Fotos zum Interview:
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